Telemetriedaten werden per automatischer Fernmessung erhoben und an einen räumlich entfernten Empfänger übertragen. Dort lassen sie sich speichern, analysieren oder weiterverarbeiten. Die Daten enthalten Informationen über entfernte Geräte, Systeme oder Anwendungen wie Messwerte von Sensoren, Diagnosedaten, Nutzungsdaten, statistische Werte, personenbezogene Daten und vieles mehr. Softwarehersteller nutzen Telemetriedaten zur Optimierung von Anwendungen oder Betriebssystemen.
Telemetriedaten sind Daten, die per automatischer Fernmessung erhoben werden. Sie werden zur weiteren Verarbeitung, Analyse oder zur Speicherung an einen räumlich entfernten Empfänger übertragen. Die Daten liefern dem Empfänger Informationen über Geräte, Maschinen, Anlagen, IT-Systeme, Netzwerke, Anwendungen, Betriebssysteme und anderes. Die Art der übertragenen Daten kann vielfältig sein, da es keine allgemeingültige Definition des Begriffs Telemetriedaten gibt. Es können Messwerte von Sensoren, Diagnosedaten, Leistungswerte, Nutzungsdaten, statistische Werte, personenbezogene Daten und vieles mehr sein.
Im Softwareumfeld ist es üblich, dass Hersteller Telemetriedaten ihrer Anwendungen und Betriebssysteme erheben und auswerten. Diese Daten werden unter anderem eingesetzt, um das Nutzungsverhalten besser zu verstehen, über Fehlfunktionen zu informieren und Softwareprodukte zu optimieren. Im industriellen Umfeld werden Maschinen und Anlagen über Telemetriedaten überwacht und Prozesse automatisiert. Telemetriedaten spielen auch bei Anwendungen wie dem Internet der Dinge (IoT), der intelligenten Gebäudesteuerung, der Smart City, der Verkehrssteuerung, der Logistik, der Robotik und bei vielen Anwendungen mehr eine wichtige Rolle.
Erhebung und Übertragung von Telemetriedaten
Unter Telemetrie versteht man die automatisierte Messung (Erhebung) und Übertragung von Daten. An der Telemetrie beteiligt sind diese drei Grundkomponenten: dezentrale Messtechnik (Sensor), Datenübertragungstechnik und räumlich entfernte Empfangsstelle. Abhängig von der Entfernung zwischen dem Ort der Datenerhebung und der Empfangsstelle wird zwischen der Nahfeldtelemetrie und der Fernfeldtelemetrie unterschieden. Während bei der Nahfeldtelemetrie die Daten nur über sehr kurze Distanzen, zum Beispiel von einem bewegten Maschinenteil auf einen ruhenden Empfänger übertragen werden, gibt es bei der Fernfeldtelemetrie keine Begrenzung der zu überbrückenden Distanz. In der Regel findet die Datenübertragung drahtlos per Funk statt. Eine kabelgebundene Übertragung ist aber ebenfalls möglich.
Die von einem Sensor gemessenen Werte oder an einem Gerät erhobenen Daten müssen in eine für die Übertragung an den Empfänger geeignete Form gebracht werden. Telemetriesysteme arbeiten heute meist digital. Analoge Messwerte werden digitalisiert und in ein bestimmtes Datenformat gebracht. Viele Telemetriedaten, zum Beispiel von Anwendungen oder IT-Systemen, liegen direkt in digitaler Form vor. Auch sie werden für die Datenübertragung angepasst und beispielsweise paketiert, verschlüsselt oder anonymisiert. Die drahtlose Übertragung findet über Netze und Technologien wie Mobilfunk, WLAN, Internet, Long Range Wide Area Network (LoRaWAN) oder Nahfeldkommunikation (NFC) statt. Die Übertragungswege bieten häufig auch einen Rückkanal, über den eine Datenrückübermittlung und Fernsteuerung der Geräte und Systeme möglich ist.
Beispiele für Anwendungsszenarien mit Telemetriedaten
Telemetriedaten kommen in zahlreichen Anwendungen zum Einsatz und werden von unterschiedlichen Geräten, Systemen und Applikationen erhoben und übermittelt. Beispiele sind:
Industrie 4.0
Internet der Dinge
Smart Home
Smart Metering (intelligente Zähler)
Smart City
Softwareanwendungen und Betriebssysteme
Smartphones
Webserver
Roboter
Verkehrsüberwachung und autonomes Fahren
Logistik
Luft- und Raumfahrt
Umwelttechnik
Medizintechnik
Fernwartung
Die Bedeutung von Telemetriedaten im Computer- und Softwareumfeld
Im Computer-, Internet- und Softwareumfeld ist es heute üblich, im Hintergrund automatisiert Telemetriedaten über verschiedene Aspekte der Nutzung und Ausführung von Anwendungen auf unterschiedlichen Geräten zu erheben, zu übermitteln und zentralisiert auszuwerten. Softwareunternehmen und Entwickler nutzen solche Daten zur Qualitätskontrolle. Anwendungen werden mit den aus den Daten gewonnenen Erkenntnissen für den jeweiligen Einsatzzweck oder die ausführende Hardware optimiert und die Performance und Stabilität verbessert. Auch Betriebssysteme, Browser oder Webserver sammeln im Hintergrund kontinuierlich Telemetriedaten und senden sie zur zentralen Auswertung an Softwarehersteller, Anbieter oder Betreiber.
Typische Telemetriedaten im Softwareumfeld sind zum Beispiel Daten über Systemabstürze und Fehler, über die Art der Nutzung, über die Anwender und ihr Nutzungsverhalten, über die Konfiguration und Leistung der Hardware, über Versionsstände zugrundeliegender Betriebssysteme oder bestimmter Hard- und Softwarekomponenten, über installierte Add-ons, über Interaktionen mit anderen Anwendungen, über Netzwerkparameter und Netzwerkleistungen wie IP-Adressen oder Bandbreiten, über Standorte der Nutzer und über vieles mehr. Teilweise haben die erhobenen Daten einen Personen- oder Nutzerbezug und erfordern eine entsprechende datenschutzrechtliche Behandlung. Anwender haben in der Regel die Möglichkeit, der Erhebung und Auswertung von nutzer- beziehungsweise personenbezogenen Telemetriedaten zuzustimmen oder zu widersprechen. Zum Teil sind die Einflussmöglichkeiten für Anwender aber auch beschränkt oder die Hintergründe der Erhebung und Nutzung von Telemetriedaten intransparent. In diesem Zusammenhang fallen häufig die Begriffe „nach Hause telefonieren“, „Phoning Home“ oder „Calling Home“. Telemetriedaten werden zum Teil auch gezielt für Werbemaßnahmen oder Marketingkampagnen verwendet.
Stand: 08.12.2025
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